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Die wohl gängigste Variante seinen Androiden zu rooten oder die Firmware zu flashen ist ein Programm, welches auf den mythologischen Namen “Odin” getauft ist. Da ich aber Crossplatttform-Fan bin und unter meinem Schreibtisch ein Pinguin werkelt, kam Odin welches nur unter Windows läuft, nicht in Betracht. Die Alternative heisst nicht minder mythologisch Heimdall. Dies gibt es für Win/Mac und Linux. Die Bedienung erfolgt entweder linuxtypisch per Konsole oder aber per GUI. Auf meinem Galaxy S2 ist die normale Stock-Firmware installiert (4.0.3), mit der ich eigentlich auch recht zufrieden bin. Einzig was mir fehlt sind root-Rechte.
Warum root? Ich fühle mich einfach besser wenn ich uneingeschränkt über mein Smartphone herrschen kann ;) , nee , Spass beiseite. Diverse Einstellungen und Applikation laufen nunmal nur mit root-Zugang überhaut erst bzw. befriedigend, wie z.B. Titanium BackUp Pro, Droidwall, Adfree um nur einige zu nennen. Ausserdem kann man sich von den gesamten Branding-Apps befreien. Und der Nerd will doch beschäftigt werden! ;-)

Um root zu werden benötigt es lediglich zwei Dateien und zwar einen neuen Kernel (CF-Kernel) und eine pit-Datei (definiert die Partitionen auf dem internen Speicher, hier EXT4). Es wird hierbei lediglich der Stock-Kernel durch den CF-Kernel getauscht, den Rest des ROMs lässt man unberührt. Einen passenden CF-Kernel findet man z.B. in diesem Thread. In meinem Fall in Posting #8 (CF-Root-SGS2_XW_XEN_LP7-v5.4-CWM5.zip)
Der Kernel sollte zur installierten Firmware passen, erkennbar an den letzten 3 Stellen der Buildnummer:

heimdall

Einstellungen->Telefoninfo->Buildnummer

alternativ wählt man: *#1234# (dann unter PDA in der ersten Zeile)

Und los gehts:

  • heimdall + frontend aus dem AUR installieren
  • Pit Datei downloaden (GIDF)
  • CF-Kernel (siehe oben) downloaden und den in der Zip-Datei enthaltenen Tarball entpacken!
  • Smartphone ausschalten
  • Starten im Downloadmode durch gleichzeitigen Drücken und Halten von: Volume down + Home + Power (Achtung nicht der Recoverymode in welchen man mit Volume Up + Home + Power kommt!)
  •  Datenkabel einstecken
Heimdall
  • # heimdall detect (testen ober das Smartphone erreichbar ist)
  • # heimdall-frontend (startet die GUI)
  • In den Reiter “Flash” wechseln (1)
  • Die PIT Datei auswählen (2)
  • Kernel hinzufügen (3) und den CF-Kernel auswählen (4)
  • Start klicken (5) und et voila :-)
  • heimdall frontend
  • Neustart und wir haben unser gerootetes Galaxy!
    heimdall04

Beim booten des Galaxys kommt jetzt folglich immer ein gelbes Warndreieck, welches auf eine Veränderung der Firmware bzw. des Kernels hinweisst. Auch wird der interne Counter erhöht. Das gelbe Dreieck stört mich optisch nicht. Sollte man das Smartphone hingegen zur Reparatur geben sollte man den originalen Stock-Kernel wieder einspielen und den Counter zurücksetzen. (obwohl ich schon vielerorts gelesen habe, dass auch Leute mit gelben Dreieck ihre Geräte anstandslos repariert bekommen haben!)

Und noch der obligatorische Hinweis zum Schluss! Durch jegliche Veränderung an der Firmware verliert man die Garantie! Ich übernehme keine Haftung für irgendwelche Schäden. Also vorher überlegen…

Mögliche Stolpersteine:

  • Problem, dass mein Galaxy nicht erkannt wurde: “connect …. “ Dabei war ich nicht im Downloadmode, sondern im Recoverymode!
  • Datenkabel (in manchen Foren wird explizit auf das original Datenkabel verwiesen, bei mir funktionierte ein Noname aus dem EP-Shop)
  • Udev ist bei Archlinux durch nettools ersetzt. Somit ist der das Hinzufügen der udev-android anscheinend hinfällig.

 

slette

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